Die historische Entwicklung der Firma
Ziviler Sicherheitsdienst - ZSD
„ Schwarze Sheriffs® “
Eine Idee, eine Konzeption, eine Zielsetzung.
Realisiert vom Unternehmensgründer und Leiter der Oh-Do-Kwan Sportschulen, C. Wiedmeier.
Die Oh-Do-Kwan-Lehrstätten für Budosport und Fitness hatten sich aus den
bescheidenen Anfängen im Jahr 1954, über die 60er Jahre des vergangenen
Jahrhunderts hin, zu einem der führenden europäischen Institute für Lehre und
Weiterbildung auf dem Gebiet des Budo entwickelt.
1964 wurde parallel dazu, das Unternehmen Ziviler Sicherheitsdienst - ZSD
gegründet, das sich zunächst mit der Sicherheits- und Reisebegleitung
unterschiedlichster Auftraggeber befasste und gegenüber den damaligen
Konkurrenten schon den Vorteil aufwies, Dienstleistungen mit fachkundigem
und sportlich qualifiziertem Personal zu erbringen.
Neben dem Unternehmensgründer war es vor allem ein wachsender Kreis von
Budo-Schülern (überwiegend Dan-Träger), die das Basisteam des neuen
Unternehmens bildeten.
Anders als in der Branche damals üblich, wurden diesen Mitarbeitern die not-
wendigen Kenntnisse aus dem Sicherheitsbereich wie Rechts- und Staats-
bürgerkunde, angewandte Psychologie, Zivil- und Verkehrsrecht u. v. a. berufs-
begleitend vermittelt.
In acht Dojos (allein 5 davon in München) erlernten und trainierten zeitweise bis
zu 10.000 Schüler Budodisziplinen wie Jiu-Jitsu, Karate, Taekwon-Do und Judo.
Dem Leiter der Schulen, dem Münchner Carl Wiedmeier, stand damit ein
qualifiziertes Kollegium von Danträgern, Sportlehrern und vielen Amateurtrainern
zur Seite.
Nicht wenige von ihnen schlugen später die Laufbahn des Instrukteurs im
wachsenden Sicherheitsunternehmen ZSD ein. Andere gründeten, teils im
Ausland, ihre eigenen Klubs und Schulen, die noch heute über die Internationale
Ken-Jitsu-Organisation (INTERKO) verbunden sind.
C. Wiedmeier selbst hatte 1949 mit Jiu-Jitsu begonnen und war bereits 1964 in
den Disziplinen Karate, Jiu-Jitsu, Taekwon-Do und Judo als Dan-Träger
qualifiziert. Daneben erwarb er an der bayerischen Sportakademie den seltenen
Titel eines staatl. anerkannten Fachsportlehrers für Jiu-Jitsu und Judo.
Der Wunsch Sport und Beruf miteinander zu verknüpfen, verstärkte sich in den
der Unternehmensgründung vorangegangenen Jahren durch die Möglichkeit, im
Rahmen der Berufsausübung als Exportkaufmann, Reisen nach Asien, Nord-
und Südamerika sowie Afrika zu unternehmen und dabei wichtige Kontakte zu
knüpfen. Diese Auslandsaufenthalte, einschließlich einer mehrwöchigen
Unterweisung in einem japanischen Zen-Kloster, waren für C. Wiedmeier eine
Quelle der Information und Inspiration.
Bei staatlichen, sowie privaten Sicherheitsorganisationen fanden sehr häufig die
so genannten, Martial Arts, bevorzugt von unterschiedlich organisierten Polizeien
in Asien und Nordamerika, Anwendung. Lehrgänge und Seminare, zu denen der
Zugang durch den damals schon bestehenden Freundeskreis von profes-
sionellen Lehrern des Budo ermöglicht wurde, bestärkten C. Wiedmeier in der
Realisierung der Idee, die Martial Arts als hervorragendes Erziehungs- und
Ausbildungselement in den Sicherheitsberufen und einem Unternehmen neuer
Prägung einzuführen (siehe auch Unternehmensphilosophie des ZSD).
Neben der Lehrtätigkeit in den Oh-Do-Kwan-Sportschulen unterrichtete
C. Wiedmeier zunehmend eigenes Sicherheitspersonal, sowie in- und aus-
ländische Sicherheitsorganisationen. Erwähnt seien hier u. a. die legendäre
Münchner Funkstreife und Beamte anderer Dienststellen (damals noch
Kommunalpolizei), ebenso ein Elite-Bataillon der Militärpolizei der US-Streit-
kräfte in Bayern, das in Zusammenarbeit mit anderen amerikanischen Diensten
bei der Bekämpfung von Drogen- und Sittlichkeitsdelikten eingesetzt wurde.
Heute nur schwer vorstellbar, aber Tatsache zu dieser Zeit war, dass in der
Polizeiausbildung, abgesehen von einigen Abführgriffen und dem damals noch
zur Ausrüstung gehörenden Gummiknüppel ein auf Budo basierendes System
der Selbstverteidigung (Eigensicherung Festnahmen Aufruhrprävention und -
bekämpfung) absolutes Neuland darstellte. Selbst die Ausrüstung der Polizei
und damit auch das sich daran orientierende Bewachungsgewerbe waren
veraltet.
Obwohl in den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten praxisnahe Ausbildungs-
konzepte und eine leistungsfähige Industrie für Polizeiausrüstungen bestanden,
ging das Umdenken in den deutschen Amtsstuben sehr langsam vor sich.
Zeitweise wurde das Rad zum zweiten Mal erfunden, wenn man an die bis heute
andauernden Diskussionen über Polizeiausrüstung (Handfeuerwaffen, Munition,
Westen, Sonderausstattungen u. v. a.) denkt.
Gerechterweise muss auch an die gesellschaftlich-politischen Veränderungen
erinnert werden, die eine von militärischen Traditionen stark beeinflusste
deutsche Polizei nach 1945 in Richtung eines demokratischen Rechtsstaates
zu verarbeiten hatte.
Neben diesen Problemen blieben Jahrzehnte technischer Entwicklung und
Erfahrung in Deutschland auf staatlicher Seite zunächst unbeobachtet. Nicht nur
die Empfehlungen privater Sachverständiger und nicht beamteter Berater wurden
ignoriert, sondern Stellen der staatlichen Bürokratie stemmten sich gegen
Neuerungen, was auch manche fortschrittlich eingestellten Polizeiführer
zermürbte.
Stellvertretend auf dem Gebiet der Technik sei hier der dem ZSD und seinem
Gründer langjährig verbundene, 1989 verstorbene Waffensachverständige
Hans-Jürgen Stammel, genannt. Ähnlich wie der Zivile Sicherheitsdienst - ZSD
in seinen neuen Arbeitsfeldern, musste der international anerkannte Waffen-
experte H.-J. Stammel (Hauptwerk „Mit gebremster Gewalt Polizeiwaffen von
heute und morgen“, Motorbuchverlag Stuttgart) über Jahrzehnte für eine
Modernisierung des Aufrüstungswesens (Ausstattung und Ausbildung) im
staatlichen wie im privaten Bereich Pionierarbeit leisten.
Welche seltsamen Koalitionen hier manchmal zustande kommen, zeigt ein in
Bayern geführtes Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, in dessen Verlauf der
Zivile Sicherheitsdienst - ZSD mit seinem Sachverständigen H.-J. Stammel,
Polizeibeamte und die Gewerkschaft der Polizei, die sonst wahrlich kein Freund
des privaten Bewachungsgewerbes sind, in deren Argumentation gegenüber den
staatlichen Dienstherren unterstützte, dass von Beamten in Freizeit und bei ver-
deckten Einsätzen, anstelle der Pistole zweckmäßigerweise auch ein Revolver
getragen werden kann.
Zum Abschluss dieser Betrachtung sei noch vermerkt, dass die meisten im
Standardwerk von H.-J. Stammel beschriebenen Handfeuerwaffen heute Be-
standteil der Lehrsammlung der ZSD-Wachdienstakademie bzw. der Firma
Ziviler Sicherheitsdienst - ZSD sind.
Die ursprüngliche Planung, in Zusammenarbeit mit diesem herausragenden
Fachmann ein Institut für Zivile Defensiv- und Sicherungstechnik zu gründen,
hat nach dem überraschenden Tod dieses persönlichen Freundes von
C. Wiedmeier, in der ZSD-Wachdienstakademie die bestmögliche Realisierung
gefunden.
In das Ausbildungskonzept des Unternehmens wurden, neben den für die Sicher-
heit relevanten Fachbereichen, Kenntnisse und Erfahrungen aus Studienreisen
und Aufenthalten in den USA (Transit Police NY, Housing Police NY, FBI Quantico
und Washington, Sheriff-Departments in South Dakota, Oregon und West Virginia)
eingebracht.
Zu dieser Zeit wurden in Deutschland Studentenunruhen und Straßenrandalen
u. a. mit der so genannten Münchner Linie begegnet. Aus bestehenden Mängeln
in Ausrüstung und Ausbildung machte man eine Tugend, indem man versuchte,
ausschließlich mit Mitteln der Deeskalation Sicherheitsprobleme zu lösen, auch
solche, die mit diesem Verfahren nicht zu lösen waren.
Neben dem Schock des Olympiaattentats kam es schon vor- und nachher zu
einer Reihe missglückter und aufsehenerregender Polizeiaktionen, die erheb-
liche Defizite im staatlichen Bereich aufzeigten und zu dem späten Eingeständnis
führten, „dass man dem Zeitgeist erlegen sei“.
Bund und Länder begannen nach 1972 erstmals mit dem Aufbau schlagkräftiger
und besser ausgerüsteter Sondereinheiten.
Rückblickend sei an dieser Stelle bemerkt, dass sich seit Anfang der 60er Jahre
national und international in allen Bereichen des gesellschaftlichen, wirtschaft-
lichen und politischen Lebens ein bemerkenswertes Protestpotenzial aufgebaut
hatte, das seine Auswirkungen nicht nur im staatlichen und gesellschaftlichen
Bereich sondern auch im privaten Sicherheitsgewerbe zeigte.
Es sei erinnert an die Demonstrationen im Zusammenhang mit der Nachrüstung,
dem Vietnamkrieg, der Nutzung der Kernkraft, kommunistischen und sozia-
listischen Theorien gegen Kapital und Bourgeoisie, reklamierte Reformen im
Bereich der Bildung und Erziehung, der Justiz, der Psychiatrie und der Drogen-
problematik.
Diese Problemkonstellationen fanden natürlich u. a. ihren Niederschlag in der
regionalen und nationalen Presse. Der Druck war teilweise so stark, dass
Polizeibeamte sogar im konservativen Bayern zeitweise scheuten, sich in der
Öffentlichkeit in Uniform zu zeigen. Man denke nur an die Auseinadersetzungen
an der Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf und außerhalb Bayerns an das Bauvorhaben Kernkraftwerk Whyl.
Der Zivile Sicherheitsdienst - ZSD finanzierte über Monate hinweg ein
Komitee 72 unter dem Motto:


um einen Beitrag gegen zahlreiche „Zeitgeist-Publikationen“ zu leisten.
In zwei Jahrzehnten Pionierarbeit wurden die Schwarzen Sheriffs, die unifor-
mierten und bewaffneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZSD, nicht nur zu
einem Reizwort in der „Öffentlichen Diskussion“, wenn es um Sicherheits-
fragen ging, sondern häufig zum Sammelbegriff für private Sicherheitsdienst-
leister. Darüber hinaus wurden sie nicht selten von Parteiideologen und uninfor-
mierten, unzureichend recherchierenden Journalisten, als hässliche Vertreter von
Law und Order diskriminiert oder in vermeintlichen Gegensatz zum Gewalt-
monopol des Staates oder der Privatisierung gebracht.
Ein Schwarzer Sheriff war immer für eine Schlagzeile gut.
Trotzdem entwickelten sich Unternehmen und Mitarbeiter zu anerkannten Trend-
settern im privaten Bewachungsgewerbe mit internationalem Bekanntheitsgrad.
So wurde der ZSD in wenigen Jahren aufgrund seines überzeugenden Aus-
bildungs- und Einsatzkonzeptes mit vielen wichtigen Bewachungsaufgaben der
Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand betraut.
Man vertraute den Schwarzen Sheriffs und nutzte ihre Dienstleistungen z.B.
speziell bei der Sicherung von Kernkraftwerken schon zu Zeiten der APO und
des aufkommenden militanten Widerstandes, bei Forschungsanlagen, bei der
Betreuung und Sicherheitsverwahrung von psychisch kranken Straftätern, beim
Schutz von Führungspersonen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, bei
der Sicherung von öffentlichen Verkehrsmitteln wie U-Bahnen, Bussen und deren
Benutzer und nicht zuletzt im Bereich von Luftsicherheitskontrollen an ver-
schiedenen Flughäfen.
Wesentliche Innovationen auf dem Gebiet von Sicherheitskonzept-Entwicklungen
wurden auch aufgrund der Diskussionen über die Arbeit der Schwarzen Sheriffs in
Bewegung und auf den Weg gebracht.
Ein herausragendes Beispiel dafür ist auch das bis dahin in der Bundesrepublik
Deutschland kaum praktizierte System der Private-Public-Partnership, der
Zusammenarbeit privater Dienstleister mit hoheitlichen Einrichtungen, Institu-
tionen und Behörden und den sich daraus ergebenden Besonderheiten während
der Aufgaben- und Diensterfüllung bei besonders gefährdeten Objekten wie
Kernkraftwerken, Nah- und Fernverkehrseinrichtungen und in der Prävention und
dem Schutz von Personen.
Für den interessierten Leser noch ein kurzer Ausblick auf die derzeitige und
zukünftige Situation auf dem Markt der privaten Sicherheitsdienstleistungen.
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat auch auf dem Gebiet der gewerblichen
Bewachungsunternehmen ein Konzentrations- und Globalisierungsprozess
eingesetzt, indem sich wenige Großunternehmen u. a. durch die Übernahme
deutscher mittelständischer Firmen in den Markt eingekauft haben. Vielfach
agieren diese Unternehmen noch unter einem eingeführten Namen, sind aber
längst in den Besitz einer ausländischen Holding oder einer Franchise-Group
übergegangen.
Bei der Ausrichtung am Umsatz und an Marktanteilen ist ein Wettbewerb über
Dumpingpreise die Folge. Auf dem leergefegten Arbeitsmarkt hat sich der Ge-
danke des Jobmachens verfestigt, so dass es zunehmend schwieriger wird,
Dienstleistungsqualität oder gar überdurchschnittliche berufliche Motivation und
Leistungen am Markt durchzusetzen.
Dies wird zusammen mit erhöhten Strukturkosten (EU-Gesetzgebung, Globali-
sierung, kostenträchtige Verwaltungsvorschriften, Versicherungsprämien, hohe
Investitionen für komplette Technik etc.) zu einem Verschwinden der zahlreichen
Ein-Mann-Betriebe führen und nur wenige leistungsfähige mittelständische
Betriebe und die schon erwähnten Konzerne werden auf dem Markt bestehen.
Gleichzeitig ist zu erwarten, dass mittelfristig Sicherheitsdienstleistungen in allen
Bereichen zum Schutz der nationalen und internationalen Wirtschaft und des
Individuums einen steigenden Stellenwert erhalten.
Der 11. September 2001 wurde mittlerweile zu einem bedeutenden politischen
Schlagwort in der Weltpolitik. Das aus der Überbevölkerung der Erde und der
unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung der Kontinente resultierende
Wohlstandsgefälle wirft seine Schatten auch auf Europa und wird regional und
international zu zahlreichen Veränderungen führen, deren nicht die geringste die
Gefahr für Freiheit und Ordnung sein wird.
Ein Berufszweig, der einen Beitrag zur Sicherheit und Ordnung in der Gesellschaft
leistet, ist deshalb neben den staatlichen Einrichtungen wichtig und unverzichtbar.
Die Idee und das Konzept des ZSD sind seit Gründung des Unternehmens auf
einen solchen Beitrag ausgerichtet.
Heute und in der Zukunft.
Schwarze Sheriffs®
wachen, schützen, helfen.
Schwarze Sheriffs hat nur der ZSD.
Verpflichtet der Maxime: HONOR ET IUSTITIA.
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